Signal

Galileo nutzt gemeinsam mit GPS das Frequenzband L1 bei 1575,42 MHz und L5 bei 1176 MHz. Das Band L2 bei 1227,6 MHz steht GPS alle zur Verfügung, für Galileo ist es das Band E6 bei 1278,75 MHz. Das Spektrum zeigt das erste Testsignal von Giove-A, das eine Hochgewinn-Antenne im Januar 2006 empfangen hat.

Die Sendeleistung der Satelliten in 20.000 km Entfernung ist so gering, dass ein Navigationsempfänger, ausgestattet mit einer einfachen Stabantenne, fast nur Rauschen sieht. Er empfängt nicht nur das Signal eines Satelliten, sondern von mindestens 4, deren Signale dopplerverschoben sind. Hinzu kommen die Ausstrahlungen von GPS-Satelliten auf den gleichen Frequenzen.

Die Rückgewinnung der Navigationsdaten gelingt, da die Signale über einen großen Frequenzbereich gespreizt sind. Auf einer Frequenzbreite von 1 MHz, auf der sich rauschfrei 30 Mbps übertragen ließen und die Platz böte für mehr als 5 Radiostationen, sendet Galileo mit einer Bitrate von 50bps, das sind 5-10 Buchstaben pro Sekunde.

Die Tabelle listet die Frequenzbänder, Frequenzen und Modulationsverfahren auf, die Galileo zur Verfügung stehen. Die beiden Peaks des L1-Signals sind im Spektrum beschriftet, genauso die Seitenmaxima der Frequenzen E1 und E2. Die blauen Pfeile markieren die Lage der GPS-Signale im L1-Band. Dank der unterschiedlichen Modulation (BOC, BPSK) ist das Übersprechen der Signale gering.

Dienste und Frequenzen

BandFrequenznameModulationMittenfrequenzFrequenzbreiteEinsatz
      
Galileo
L1  1575,42   
 L1B, L1CBOC(1,1)+-1,0231OS, CS, SOL
 E1, E2BOC(15,2.5)+-15,3452,5PRS
L5     
 E5a, E5baltBOC(15,10)+-15,34510OS, CS, SOL(E5b)
E6     
 E6bBPSK(5)05CS
 E6aBOC(10,5)10,235PRS
      
GPS zum Vergleich
L1C/ABPSK(1)1575,42 civil
 P(y)BPSK(10)  military (encrypted)
 M-CodeBOC(10,5)  new military
L2C/ABPSK(1)  new civil
 P(y)BPSK(10)  military (encrypted)
 M-CodeBOC(10,5)  new military
L5new CivilBPSK(10)  very new civil

(1) Mittenfrequenz des Frequenzbandes, Lage der Maxima bezogen auf Mittenfrequenz (in MHz).

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